Interferenzstrom ist ein hochwirksamer Therapiestrom. In seiner klassischen Form wird er seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts therapeutisch genutzt. Es werden zwei mittelfrequente Stromkreise äußerlich angelegt, die sich dann im Körper überlagern. Dabei kommt es zu den typischen Interferenzphänomenen (Interferenz = sinngemäß: Überlagerung), auf denen die therapeutische Wirkung beruht. Die Hauptwirkung wird erzielt im direkten Überlagerungsgebiet. Damit bietet diese Stromart die Möglichkeit, Gewebe und Organe des Körperinneren gezielt therapeutisch zu beeinflussen ohne mechanisch-chirurgischen oder medikamentösen Eingriff - einfach durch geschickte Anlage der Elektroden (=elektrische Pole der beiden Stromkreise).
Bei der benutzten Frequenz der beiden Stromkreise von 4.000 Hz bzw. 4.100 Hz (=Schwingungen pro Sekunde; zum Vergleich: der Netzstrom hat 50 Hz) wirkt Interferenzstrom stimulierend, reaktivierend sogar regenerierend. Diese Wirkungen werden erzielt, weil die entstehende Interferenzfrequenz von 4.050 Hz (bei 100 Hz Schwebungsfrequenz) der Frequenz der Eigenschwingungen der Körperzellen entspricht, so dass alle von den Interferenzphänomenen erfassten Zellen aufgrund von Resonanzerscheinungen angeregt und in ihrer Funktion optimiert werden. So wird die Leistungsfähigkeit von durchströmten Organen bis an die Grenzen dessen gesteigert, was angesichts vorhandener Vorschäden überhaupt noch möglich ist.
Aus all dem ergibt sich die ungeheure Vielseitigkeit des Interferenzstroms. Fast alle Krankheitsbilder, sofern es sich nicht um Infektionskrankheiten handelt, können zumindest positiv beeinflusst werden. Im Vergleich zur Bioresonanztherapie haben wir den Vorteil der sehr gezielten Beeinflussung von Organen.
Wir benutzen in unserer Praxis modernste Interferenzstromgeräte, bei denen beide Stromkreise aufgrund technischer Weiterentwicklung das Gerät schon als Interferenzströme verlassen. Es sind sogar noch zwei Nebenstromkreise therapeutisch nutzbar. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Ein größeres Gebiet des Körpers wird von den Interferenzphänomenen erfasst. Die Therapie bleibt aber sehr gezielt, da die Hauptwirkung nach wie vor im Überlagerungsbereich der beiden Hauptstromkreise erzielt wird.
Leider wird in den meisten Praxen ein optimaler Therapieerfolg dadurch vereitelt, dass Interferenzstrom wie andere Therapiestromarten auch als Reizstrom angewendet wird: Der Patient soll mindestens ein Kribbeln merken. Durch die zu hohe Stromstärke werden die sowieso gereizten Gewebe häufig überreizt, so dass der Therapieerfolg bestenfalls Glückssache ist. Weniger ist eben häufig mehr!
Meistens wird auch nur rein lokal behandelt nach der Devise: Wo tut's weh? Da müssen die Elektroden hin! Das ist aber häufig
falsch (Überreizungsgefahr!), in aller Regel zudem keineswegs ausreichend, denn ein krankhaftes Geschehen beschränkt sich
nicht auf eine Stelle im Körper. Es kommt also darauf an, beim jeweiligen Patienten und vorliegendem Krankheitsbild
herauszufinden, welche Organe das krankhafte Geschehen auslösen, beeinflussen oder unterstützen bzw. in der Folge betroffen
sind, um sie sodann gezielt zu behandeln.
Dies versuchen wir in meiner Praxis auf zweierlei möglichen Wegen zu erreichen:
IFR grenzt sich aus den genannten Gründen als ganzheitliche Form der Elektrotherapie ab von der Reizstromtherapie. Nach
eingehender Befunderhebung in der Erstbehandlung sind hier mehrere Elektrodenapplikationen je Behandlung erforderlich. Da
auch die privaten Krankenversicherungen nur eine Elektrodenapplikation (Dauer 10-15 min) je Behandlung vergüten, können wir
IFR nicht auf Basis ärztlicher Verordnungen über Elektrotherapie abgeben.
Stattdessen bieten wir Ihnen in der Erstbehandlung nach ausführlicher Befunderhebung und Beratung die Applikation der
erforderlichen Elektrodenanlagen.
Der weitere Behandlungsverlauf gestaltet sich sehr individuell je nach Befund und Reaktionsweise des Patienten. Sollte sich
– z. B. bei schweren chronischen Erkrankungen – abzeichnen, dass eine längerfristige, regelmäßige Behandlung erforderlich ist,
bieten wir Ihnen die kostengünstige Möglichkeit der kontrollierten Heimbehandlung mit einem zu mietenden Interferenzstromgerät
bei regelmäßiger telefonischer Abfrage des Therapieverlaufs und Einweisung in das weitere Vorgehen.
Insbesondere nach osteopathischen Behandlungen lässt sich der Therapieerfolg oft noch verbessern durch Applikation von ein oder zwei - durch die osteopathischen Tests ermittelten – sehr gezielten Elektrodenanlagen.