Warum eigentlich zuerst die Massage und danach die Wärme?
Wenn zusätzlich zur Massage Wärme angewendet werden soll, so ist es in vielen Praxen immer noch üblich, die Wärme (Moor, Fango oder Heißluft)
vor der Massage zu applizieren. Begründet wird das damit, dass die Wärme die Muskulatur schon einmal lockert und es sich danach
besser massieren läßt.
Zunächst einmal: die Kombination von Massage und Wärme ist sinnvoll, da beides zur Lockerung der Muskulatur beiträgt - gleichgültig in welcher Reihenfolge.
Die Frage ist aber nicht, bei welcher Reihenfolge es sich besser massieren läßt, sondern wann
ist der Therapieerfolg besser.
Hier die wesentlichen Gründe, warum wir in der Regel zuerst massieren:
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Wenn Wärme vorweg die Muskulatur schon - allerdings nicht gleichmäßig - gelockert hat, so können wir hernach nicht exakt ertasten, wo Ihre
Hauptprobleme sind und diese nicht so gezielt behandeln wie es sinnvoll wäre.
- Wärme hebt die Schmerzgrenze, so dass Sie uns hernach nicht mehr sagen können, ob die Massage ggf. zu kräftig (schmerzhaft!) ist. Es
besteht dann die Gefahr der Überreizung der sowieso schon gereizten Muskulatur!
- Nach der Massage können wir besser beurteilen, wo die Wärme am dringendsten nötig ist und sie genau dort gezielt einsetzen.
- Wenn Sie nach der Massage in wohliger Wärme weiter entspannen, wirken die Massagereize optimal ein. Einige Minuten Nachruhe
tragen zusätzlich zum Therapieerfolg bei. Das ist doch ganz etwas anderes als Massage und dann -hopp!- runter von der Massagebank
und ab in den Alltagsstress!